Ich liebe es, Blumen zu verschenken, leider welken sie aber meistens binnen weniger Tage und die Schönheit ist dahin.

In letzter Zeit sah ich immer wieder genähte Blumen. Es gibt etliche Anleitungen im Netz, aber da fehlte mir immer so das gewisse Etwas.

Das hab ich jetzt gefunden und gleich mitgeschrieben…

 

 

Benötigt wird ein Baumwollstoff für die Blüten und einer für die Stiele. Außerdem braucht man noch Füllwatte, Bastelfilz in grün und Holzstäbchen für die Stiele.

 

Verwendet habe ich einen rot-weiß-gemusterten Patchworkstoff. So werden die Tulpen alle leicht unterschiedlich, fügen sich aber doch harmonisch zu einem Ganzen zusammen.

Für die Stiele habe ich hellgün mit weißen Pünktchen genommen. Der grüne Filz passte farblich einfach perfekt.

Für die Blütenköpfe müssen Kreise geschnitten werden, pro Blüte ein Kreis. Als Schablone habe ich einfach den Deckel einer Keksdose mit einem Durchmesser von ca. 14 cm verwendet. Einmal drumherum zeichnen, ausschneiden.

Jetzt die Kreise zweimal falten, dass ein Viertelkreis entsteht.

Der Zuschnitt ist jetzt vierlagig. Eine der Lagen hochheben, nun hat man eine kleine Tüte. Bei der einen Hälfte ist der Stoff dreilagig, beim Rest einlagig. Die drei Lagen mit Nadeln stecken. Am gebogenem Rand einmal ringsrum mit großem Stich entlang nähen. Dabei etwa 5 mm von der Kante entfernt steppen, Fadenenden lang lassen.

Ich habe ein besonders reißfestes Garn verwendet, da mit Hilfe der Naht die Blüte der Tulpe später zusammengezogen wird und der Blütenboden gebildet wird. Man kann aber auch mit der Hand einmal im Kreis nähen.

Nun die Tüte mit Füllwatte füllen. Danach einfach am Unterfaden der Naht ziehen und damit den Stoff raffen.

Dadurch bildet sich unten an der Tulpenblüte eine schöne Rundung. Die Öffnung nicht ganz zuziehen, Fadenenden noch nicht verknoten.

 

Für die Stiele habe ich Essstäbchen aus Holz verwendet, die hier schon gefühlte 1000 Jahre rumlagen, ohne in Gebrauch genommen zu werden. Also mussten sie dran glauben…

Man kann genauso auch Rundhölzer aus dem Baumarkt auf die richtige Länge zuschneiden oder Schachlikspieße verwenden. Letztere wären mir allerdings etwas zu dünn.

Den Umfang der Stäbchen mit einem Massband messen und noch ein paar Millimeter zugeben, damit der Stoff überlappt beim aufkleben.

Ich habe Stoffstreifen in 2,5 x 22 cm zugeschnitten. Den Stoff auf der Rückseite mit Bastelkleber bestreichen und um das Stäbchen wickeln.

Ist eine ziemliche Kleberei, aber es hält bombig – im Gegensatz zu doppelseitigem Klebeband. Eventuell an den Rändern noch etwas nachkleben. Der Bastelleim trocknet transparent auf, so sieht man später nichts mehr von den Kleberresten.

Wenn die Stiele getrocknet sind, Stiel und Blüte zusammensetzen. Dafür ein Ende des Stiels weit in die Blüte der Tulpe stecken. Jetzt die Fadenenden der Blüte fest um den Stiel zusammenziehen und verknoten, dabei die Nahtzugabe der Blüten nach innen in die Blüte klappen.

Am Übergang zwischen Stiel und Blüte nochmal Kleber auftragen, um beides fest miteinander zu verbinden. Trocknen lassen.

In der Zwischenzeit die Blätter schneiden. Hier habe ich ohne Schablone gearbeitet und einfach den Filz doppelt gelegt und ein langes, schmales, spitz zulaufendes Blatt geschnitten.

Nach dem Trocknen der Tulpen noch die Blätter ankleben, entweder mit Bastelleim oder mit Heißkleber.

 

Alles in einer schönen Vase arrangieren und fertig ist der unverwüstliche, persönliche Blumengruß.

 

Auf den Bildern ist auch das wunderbare Windlicht zu sehen, dass Honiglicht Keramik ganz nach meinen Wünschen gefertigt hat.

Durch die gefalteten Blütenblätter haben die Blüten ein wunderbar knospiges, blätteriges Aussehen bekommen und sehen einfach frisch aus.

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